{"id":1920,"date":"2011-10-05T08:30:03","date_gmt":"2011-10-05T08:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/projekt.cms2.sclh.de\/?p=1920"},"modified":"2011-10-05T08:30:54","modified_gmt":"2011-10-05T08:30:54","slug":"forderung-des-wassersportes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sclh.de\/?p=1920","title":{"rendered":"F\u00f6rderung des Wassersportes"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/projekt.cms2.sclh.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/RTEmagicC_Land_des_Wassersports_01.pdf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1921\" title=\"RTEmagicC_Land_des_Wassersports_01.pdf\" src=\"http:\/\/projekt.cms2.sclh.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/RTEmagicC_Land_des_Wassersports_01.pdf.jpg\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"122\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Der  Deutsche Segler-Verband nahm anl\u00e4sslich eines Gespr\u00e4chs mit  Abgeordneten der Verkehrsarbeitskreise der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion  und FDP-Bundestagsfraktion zu aktuellen Themen der F\u00f6rderung des  Wassersports Stellung.<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Hamburg, 22.8.2011) Der Deutsche Segler-Verband  (DSV) begr\u00fc\u00dft die Initiative der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen  f\u00fcr den Wassersport und den Wassersporttourismus in Deutschland zu  verbessern. Damit kann das Engagement der Wassersportspitzenverb\u00e4nde,  mehr Menschen f\u00fcr den Wassersport zu gewinnen, nachhaltig unterst\u00fctzt  werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die F\u00f6rderung des Wassersports w\u00e4re es jedoch absolut kontraproduktiv, eine Maut f\u00fcr Bootsfahrer einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Wassersport in Deutschland &#8211; ohne Maut<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland  ist ein Land des Wassersports. Das muss sich in tats\u00e4chlicher  Wassersportpolitik widerspiegeln. Bund und L\u00e4nder sollten keine neuen  Abgaben f\u00fcr den Wassersport einf\u00fchren, sondern gemeinsam mit Verb\u00e4nden  und Medien f\u00fcr das Wassersportland Deutschland werben.<\/p>\n<p>Der  Deutsche Segler-Verband tr\u00e4gt mit seiner Kampagne \u201eDeutschland \u2013 Land  des Wassersports\u201c seit Jahren dazu bei. Er sorgt au\u00dferdem zusammen mit  dem Deutschen Motoryachtverband daf\u00fcr, dass in- und ausl\u00e4ndische  Bootsfahrer nicht an jeder Schleuse Geb\u00fchren entrichten m\u00fcssen, indem er  diese pauschal f\u00fcr alle Wassersportler und Wassertouristen bezahlt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>F\u00fcr ein freiz\u00fcgiges Europa<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWas  w\u00e4re das f\u00fcr ein Europa, wenn &#8211; wie im Mittelalter \u2013 bei jedem  Grenz\u00fcbertritt \u201eWegezoll\u201c gezahlt werden m\u00fcsste? Wohin soll das f\u00fchren,  wenn der Bund anf\u00e4ngt, f\u00fcr seine Infrastruktur Maut zu erheben? Werden  dann auch die Bundesl\u00e4nder und die Kommunen irgendwann Maut f\u00fcr ihre  Verkehrswege verlangen?<\/p>\n<p>Deutschland muss nicht die Fehler  anderer europ\u00e4ischer L\u00e4nder wiederholen. Die Mautfreiheit sollte im  Gegenteil als Wettbewerbsvorteil des Standorts Deutschland im Sport-,  Tourismus- und Standortmarketing eingesetzt werden. Mehr G\u00e4ste und mehr  Deutsche, die in Deutschland Urlaub machen, bringen auch mehr Einkommen,  Umsatz und Steuern ins Land. Das generiert Mehrums\u00e4tze im  Tourismussektor, in der maritimen Wirtschaft, in Gastronomie und  Beherbergungsgewerbe. Das Mehraufkommen an Umsatz-, Einkommen-,  Gewerbe-, Mineral\u00f6l- und sonstigen Steuern tr\u00e4gt zu Haushalt und zur  Infrastruktur bei.<\/p>\n<p>Maritime Freizeitqualit\u00e4t ist im \u00dcbrigen ein  Premium-Standortfaktor f\u00fcr unser Land. Menschen wollen da arbeiten, wo  es sich auch gut leben l\u00e4sst. Junge innovative Unternehmen, die auf  hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen sind, siedeln sich in  attraktiver Umgebung \u2013 oft am Wasser \u2013 an. Deshalb sollte die  Bundesregierung das hervorragende Netzwerk der Fl\u00fcsse, Seen und Kan\u00e4le  auch f\u00fcr Wassersport und Freizeitaktivit\u00e4ten erhalten und nicht nur als  Verkehrstr\u00e4ger der G\u00fcterschifffahrt.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit und Freiheit geh\u00f6ren zusammen<\/strong><\/p>\n<p>Deutsche  Bundeswasserstra\u00dfen sind heute vergleichsweise sicher. Das liegt nicht  nur am guten Ausbau, der guten Kennzeichnung und der Betreuung durch  eine kompetente Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Auch die Bef\u00e4higung  der Schiffsf\u00fchrer in der Berufs-, Sport- und Freizeitschifffahrt tr\u00e4gt  nach \u00dcberzeugung des Deutschen Segler-Verbandes ma\u00dfgeblich dazu bei.  Unter Hinweis auf die Kompetenz der Sportbootfahrer ist es in den  letzten Jahren gelungen, viele Reglementierungen vom Wassersport  abzuwenden.<\/p>\n<p>Die Verkehrsteilnehmer auf deutschen  Bundeswasserstra\u00dfen k\u00f6nnen untereinander darauf vertrauen, dass sie die  notwendige Bef\u00e4higung zum F\u00fchren ihrer jeweiligen Fahrzeuge besitzen.  Dies ist ein wichtiger Baustein f\u00fcr ein modernes Verkehrsmanagement. Nur  wenn Verkehrsteilnehmer untereinander wissen, nach welchen Regeln und  nautischen Bedingungen sie man\u00f6vrieren (k\u00f6nnen), ist ein gefahrloses  Nebeneinander gew\u00e4hrleistet. Anders als im Stra\u00dfenverkehr geht es dabei  vielfach auch um solche Gefahren, die nicht ohne weiteres erkennbar sind  (wie z.B. Untiefen), oder vorausschauendes Planen und Handeln nach den  Regeln guter Seemannschaft erfordern.<\/p>\n<p>Nach \u00dcberzeugung des  Deutschen Segler-Verbandes ist es daher auch in Zukunft notwendig und  sinnvoll, auf die Kompetenz der einzelnen Sportbootfahrer zu setzen. Sie  bietet mittel- und langfristig die gr\u00f6\u00dften Chancen f\u00fcr einen  freiheitlichen und freiz\u00fcgigen Wassersport, den wir anstreben.  Schiffsf\u00fchrer sollten auch in Zukunft selbst und eigenverantwortlich  einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen, ob und wann sie mit einer Yacht oder einem Motorboot  auslaufen, wie sie sich in Tiden- und Stromgew\u00e4ssern verhalten, welche  Verkehrszeichen und Signale sie zu beachten haben und welche  Sicherheitsma\u00dfnahmen an Bord zu treffen sind, um Seegang und schweres  Wetter zu bew\u00e4ltigen. Ein verantwortlicher Schiffsf\u00fchrer muss selbst und  eigenst\u00e4ndig handeln und entscheiden k\u00f6nnen, wenn es Probleme ab Bord  gibt oder wenn andere Fahrzeuge in Not geraten. Wetterkunde, Navigation  und praktische Seemannschaft geh\u00f6ren ebenso dazu, wie die sichere  Beherrschung wichtiger Man\u00f6ver.<\/p>\n<p>Die umfassende Verantwortung des  Schiffsf\u00fchrers f\u00fcr sein Fahrzeug ist nicht teilbar. Nehmen alle  Verkehrsteilnehmer diese Verantwortung wahr, bedarf es weniger  verkehrslenkender Eingriffe.<\/p>\n<p>Deshalb geht der Deutsche  Segler-Verband davon aus, dass es auch in Zukunft erforderlich sein  wird, dass Sportbootfahrer ihre Bef\u00e4higung zum F\u00fchren von Sportbooten  nachweisen.<\/p>\n<p><strong>Zu den Forderungen der Verkehrsarbeitskreise der CDU\/CSU- Bundestagsfraktion und der FDP-Bundestagsfraktion im Einzelnen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie  Umstellung der F\u00fchrerscheinpflicht von \u201eMotorleistung\u201c auf \u201eBootsl\u00e4nge\u201c  oder \u201eH\u00f6chstgeschwindigkeit\u201c bietet nach Einsch\u00e4tzung des DSV keine  nennenswerten Vorteile. Im Gegenteil. Alle Erkenntnisse aus der  Unfallforschung deuten darauf hin, dass die Unfallschwerpunkte nicht bei  den besonders langen und besonders schnellen Booten liegen.<\/p>\n<p>Bei  der von den Verkehrsarbeitskreisen geforderten \u201eReduzierung der  Ausbildungsverpflichtung\u201c scheint eine Falschinformation zugrunde zu  liegen. Es gibt in Deutschland keine Ausbildungsverpflichtung. Nach  geltender Rechtslage kann jeder Bewerber selbst und eigenverantwortlich  entscheiden, wie und wo er sich das erforderliche Wissen und die  erforderlichen praktischen F\u00e4higkeiten f\u00fcr den Sportbootf\u00fchrerschein  aneignet. Er entscheidet auch selbst und eigenverantwortlich, ob er sich  dar\u00fcber hinaus weiter ausbilden und eine freiwillige h\u00f6here  Qualifikation erwerben m\u00f6chte. Der DSV spricht sich daf\u00fcr aus, dass dies  so bleibt.<\/p>\n<p>Die Forderung nach einer Umgewichtung von Theorie  und Praxis zugunsten der praktischen Pr\u00fcfung der F\u00fchrerscheinbewerber  und einer Reduzierung der Zahl der Fragen des Fragenkatalogs ist im  Reformpaket der Bundesregierung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Das Funken ist  Teil der nautischen Qualifikation eines Schiffsf\u00fchrers. Ist eine  Funkanlage an Bord, muss er als verantwortlicher Entscheidungstr\u00e4ger  wissen, welches Funkverfahren anzuwenden ist. Seegehende Yachten, also  auch Charteryachten, sollten nach Empfehlung des DSV eine Funkanlage an  Bord haben. Die M\u00f6glichkeit zur Teilnahme am Seefunkverkehr, um z.B.  Hilfe zu holen oder anderen helfen zu k\u00f6nnen, geh\u00f6rt zur guten  Seemannschaft. Ob eine Ausr\u00fcstungspflicht f\u00fcr Charteryachten auch  weiterhin gesetzlich geregelt werden muss, ist letztendlich einer Frage,  inwieweit der Gesetzgeber den Vermietungsunternehmen vertraut.<\/p>\n<p>Die  Frage, ob anderweitige \u2013 z.B. berufliche &#8211; Funkzeugnisse in der  Sportschifffahrt anerkannt werden k\u00f6nnen, ist vom zust\u00e4ndigen  Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gepr\u00fcft.  Es gibt dazu Anweisungen des BMVBS. Das Ministerium gleicht in solchen  F\u00e4llen ab, welche Komponenten von einem anderweitigen Funkzeugnis  abgedeckt sind und entscheidet nach dem Ergebnis dieses Abgleichs, ob  das Funkzeugnis anerkannt wird oder nicht.<\/p>\n<p>Gewerbliche  Ausbildungsst\u00e4tten bed\u00fcrfen in Deutschland keiner staatlichen Zulassung.  Der Deutsche Segler-Verband vergibt an gewerbliche Segelschulen das  Pr\u00e4dikat der DSV-Anerkennung, wenn die Qualit\u00e4tsanforderungen erf\u00fcllt  sind. Diese sind im Internet unter www.dsv.org ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die  Ausr\u00fcstungsstandards f\u00fcr Charteryachten sollten sich sowohl an der  Gr\u00f6\u00dfe des betreffenden Fahrzeugs als auch an seinem Fahrtgebiet  orientieren. Eine Yacht, die zehn Personen an Bord hat, sollte z.B. auch  eine Rettungsinsel f\u00fcr zehn Personen haben.<\/p>\n<p>Die Zusammenf\u00fchrung  der Rechtsgrundlagen f\u00fcr die Sportschifffahrt sollte, wie vom Deutschen  Verkehrsgerichtstag empfohlen, weiter verfolgt werden.<\/p>\n<p>Die  Entwicklung des Wassersports und des Wassertourismus in Deutschland  h\u00e4ngt neben diesen rechtlichen Rahmenbedingungen entscheidend davon ab,  dass Fl\u00fcsse, Seen und Kan\u00e4le auch weiterhin f\u00fcr die Sportschifffahrt  erhalten werden und gemeinn\u00fctzige Vereine, die mit ihren Sportbooth\u00e4fen  den gr\u00f6\u00dften Teil der Infrastruktur f\u00fcr den ruhenden Verkehr  bereitstellen, angemessene Pachtkonditionen erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Deutsche Segler-Verband nahm anl\u00e4sslich eines Gespr\u00e4chs mit Abgeordneten der Verkehrsarbeitskreise der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion und FDP-Bundestagsfraktion zu aktuellen Themen der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1920"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1923,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1920\/revisions\/1923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sclh.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}