{"id":3512,"date":"2015-06-20T18:49:10","date_gmt":"2015-06-20T18:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/sclh.de\/?p=3512"},"modified":"2015-06-20T18:49:26","modified_gmt":"2015-06-20T18:49:26","slug":"marine-historischer-dnordseetoern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sclh.de\/?p=3512","title":{"rendered":"Marine historischer Nordseet\u00f6rn"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/projekt.cms2.sclh.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/logo.png.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-2657 aligncenter\" src=\"http:\/\/projekt.cms2.sclh.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/logo.png.gif\" alt=\"logo.png.gif\" width=\"83\" height=\"55\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstagmorgen , den 4. Juni begann f\u00fcr 9 Segler des Segel Club Linkenheim eine lange geplante Fahrt an die Nordseek\u00fcste. Nach anstrengender Autofahrt war man in der Stadt Wilhelmshaven angekommen. Sofort wurde in das Schiff die &#8220; Nordstern &#8220; einklariert. Die &#8220; Nordstern&#8220; ist ein Kriegsfischkutter der in einer St\u00fcckzahl von ca 1.000 Exemplare in den Kriegsjahren gebaut wurde. Das Schiff wurde nach dem Krieg umgebaut in einen Segler mit 2 Masten mit ca 200 qm Segelfl\u00e4che. Viele Jahrzehnte war es eingesetzt f\u00fcr die Bundesmarine. Hier wurde der seem\u00e4nnische Nachwuchs ausgebildet. Heute geh\u00f6rt das Schiff als Oldtimer dem Deutschen Marinemuseum. Von ehemaligen Marineangeh\u00f6rige wird es ehrenamtlich gewartet und bedient.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Tag bei strahlendem Sonnenschein und schwachem Windverh\u00e4ltnissen wurden fr\u00fchzeitig die Festmacherleinen losgeworfen. Durch die Schleuse der 4. Einfahrt und Durchfahrt durch den Marinehafen wurde das Jadefahrwasser erreicht. Um 13.00 Uhr wurde die Insel Wangerooge quer ab passiert und Kurs auf die Insel Helgoland genommen. Dort wurde mit der f\u00fcnfk\u00f6pfigen Bordbesatzung ein abendliches Grill und Bordfest veranstaltet. Viele Gespr\u00e4che aus der aktiven Seefahrtszeit und Episoden wurden uns erz\u00e4hlt. Der Reiseleiter Hans Nagel konnte als ehemaliger Marineangeh\u00f6riger hier mithalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Sonntagmorgen wurde auf dem oberen Klippenrand ein Inselrundgang unternommen. Im Mittelpunkt war die Vogelwelt an der Steilk\u00fcste und die lange Anna. Eindrucksvolle Bilder von den nistenden M\u00f6wen, Ba\u00dft\u00f6lpel oder Lummen sowie von Seerobben und Seehunden auf der D\u00fcne wurden aufgenommen. Am Sp\u00e4tnachmittag begann der kulturhistorische Teil des Inselbesuches. Hier wurde von Hoffmann von Fallersleben die Deutsche Nationalhymne gedichtet &#8222;Einigkeit,Recht und Freiheit&#8220;. Im Mittelalter trieb hier der Seer\u00e4uber Klaus St\u00f6rtebecker sein Unwesen. Unter dem Deutschen Admiral Brommy fand eine Seeschlacht mit den D\u00e4nen statt. Die Insel war damals britische Kolonie. Vor 125 Jahren wurde die Insel an Kaiser Wilhelm II von seiner englischen Gro\u00dfmutter der Quen Viktoria \u00fcbergeben. Die Insel Sansibar im Indischen Ozean war das Tauschobjekt f\u00fcr Helgoland in der Nordsee. Von hier aus konnten die Flu\u00dfm\u00fcndungen der Elbe, Weser und Jade kontrolliert werden. Helgoland wurde jetzt vom Seebad in einen Kriegshafen umgebaut. Wir stiegen in die Bunkeranlage des 1. und 2. Weltkrieges. In eindrucksvollen Worten wurde uns das Elend des Krieges n\u00e4her gebracht. Am Ende des letzten Krieges wollten die Engl\u00e4nder die Insel in die Luft sprengen. Wieder am Tageslicht klang ein ereignisreicher Tag bei Helgol\u00e4nder Eiergrog in dem Lokal &#8220; Bunte Kuh&#8220; aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Sonntamorgen konnten wir mit ablaufendem Wasser bei 4 &#8211; 5 Windst\u00e4rken Abschied nehmen von Helgoland. Unter Segel wurde die Weserm\u00fcndung erreicht. Der Leuchtturm &#8220; Roter Sand &#8220; leuchtete im Sonnenlicht uns schon von weitem entgegen. Die Gestalt und Farbgebung ist dem Turm an unserem Clubhaus nachempfunden. In den Abendstunden wurde die Stadt Bremerhaven erreicht.<br \/>\nDer n\u00e4chste Tag war dem Museum Klimahaus auf dem 8 L\u00e4ngengrad Ost gewidmet. Das Auswandererhaus oder das Deutsche Schifffahrtsmuseum rundeten einen anstrengenden Tag ab. Zur Entspannung diente anschliesend die Seefahrtskneipe &#8220; Letzte Kneipe vor New York &#8220; mit einem z\u00fcnftigen Umtrunk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei herrlichem Wetter wurde am n\u00e4chsten Tag Bremerhaven verlassen. Vorbei am voll besetzten gro\u00dfen 6 Kilometer langen Containerkai wurde die Weserm\u00fcndung und offene Nordsee erreicht. Bei dem starken Seegang wurde dem Meeresgott Neptun an der Leeseite des Schiffes geopfert. Am fr\u00fchen Abend erreichten wir Wilhelmshaven und ein Bordfest konnte bei vorz\u00fcglichem Essen beginnen.<br \/>\nDer n\u00e4chste Tag war dem Marine Museum mit Hafenrundfahrt vorbehalten. Die Besichtigung des Zerst\u00f6rers &#8222;M\u00f6lders&#8220; und des U Bootes standen im Mittelpunkt. Zum Abschlu\u00df wurde die Garnisionskirche besucht. Eine Kirche die von gro\u00dfer Geschichte gepr\u00e4gt ist. Die Gedenktafeln aus Marmor mit Goldschrift an den Seitenw\u00e4nden erinnern an Schiffstr\u00e4g\u00f6dien aus der Kaiserzeit bis zum Jahre 1911. Das Altarbild &#8222;Durch Kreuz zum Licht&#8220; erinnert an die Skagerrakseeschlacht 1916 bei der 8.000 englische und deutsche Seeleute ihr Grab in den Wellen fanden. Am Abend wurde dann z\u00fcnftig der 65. Geburtstag von Werner Lang in einer Spelunke im Hafenviertel gefeiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer kurzen Nacht mu\u00dfte Abschied genommen werde. Der Reiseleiter Hans Nagel \u00fcbergab jedem Teilnehmer ein Buch \u00fcber den Bau und die Geschichte der &#8220; Nordwind &#8222;. In seiner Ansprache dr\u00fcckte er die Hoffnung aus ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Seefahrt, Marine und Kultur vermittelt zu haben. Nur der freien Handelsfahrt und den Export unserer G\u00fcter haben wir unseren Wohlstand zu verdanken. Daran sollten die Menschen in den Binnenl\u00e4ndern immer denken. Mit einer Flasche Rum wurde dem Organisator gedankt f\u00fcr seine Arbeit. Eine erlebnisreiche Reise des SCLH hatte ihren Abschlu\u00df gefunden die allen in bleibender Erinnerung sein wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hans Nagel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstagmorgen , den 4. 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